warum ist der himmel schwarz

ich schließe langsam meine augen und
stelle mir vor ich mache eine reise
eine reise in das jahr 3000.
ein unbeschreibliches nichts - bedrückende stille
fragend greifen die äste der abgestorbenen bäume in den himmel
kein stern und kein planet reflektiert das licht der sonne
wie ein schleier umgibt mich die heißfeuchte dunkelheit
und ich stelle mir die frage
warum ist der himmel schwarz ?
eingehüllt in schutzanzüge
helme aus glas
geblendet vom künstlichen licht
strahlenblasen auf der haut
keine haare am ganzen körper
umgeben vom schwarzen nichts
deformierte kinder werden geboren.
warum ist der himmel schwarz ?
ich verfluche die vergangenheit
warum ist der himmel schwarz?
kein vogel singt mir sein lied
ich verfluche die vergangenheit.
warum ist der himmel schwarz
sagt es mir!
bitte sagt es mir!

wer ist er

sie den blick in seinen toten augen
hasserfüllt - leblos
seine hände blutbeschmiert -
sein körper zernarbt
wer ist er?
dunkelheit - macht der mittellosen
macht der gewalt
das blut an seinen händen ist noch warm
aber er fühlt keinen schmerz
denn das blut ist nicht sein eigen
er kniet vor seinem opfer
wer ist er?
leblos liegt der junge da
in einer lache aus blut
der schmerz nahm ihm die sinne
ohnmacht - kein mittel gegen die gewalt.
warum zerschlug er seinen schädel
warum durchbohrte ihn das messer
wer ist er? wer? - wer? - wer ist er?

achmirs grab

leise faellt der schnee
vom himmel herab
leise faellt der schnee
auch auf achmirs grab
lautlos weht ein wind
ueber unsere stadt
lautlos
lautlos
lichter brennen in jedem haus
waerme und liebe strahlen sie aus
achmirs mutter weint
es ist weihnachtszeit
mit siebzehn hat man ihn begraben
mit siebzehn ihn brutal erschlagen
er war allein in unserm land
seine freunde sind weggerannt
die mutter steht am grabesrand
sie schaut zurueck auf dieses deutschand
sie schaut zurueck
sie fand kein glueck
doch sie kommt zurueck mit der waffe in der hand
und freunden aus ihrem heimatland
sie glauben an den grossen sieg
es ist krieg

der schnelle tod

ich schlendere tief in gedanken versunken durch das zetrum meiner stadt.
die leute und die geschäfte die an mir vorbeiziehen sind mir egal.
unachtsam begebe ich mich auf die fahrbahn.
hysterisches kreischen und quietschen von autoreifen reisst mich aus meinen gedanken.
ich sehe wie mir mit hoher geschwindigkeit ein großes fahrzeug entgegenkommt.
bremsen und ausweichen ist unmöglich.
ich schließe meine augen und ich spür wie ich plötzlich den boden unter den füßen verliere.
men körper fliegt durch die luft. kopfüber fall ich auf die straße.
mein schädel zerschellt schmerzvoll auf dem boden.
blut rinnt aus meinem leib.
zum schreien fehlt mir der atem um schmerz zu fühlen fehlt mir die zeit.
ich spüre wie meine seele meinen körper verlässt.
ich sterbe in einer lache aus meinem eigenen blut.
meine augen sind weit geöffnet.
sie sehen das sensationsgierige gaffen der übrig gebeugten körper.
mein sehr kurzes leben fließt an mir vorüber.
vernimmt vielleicht noch das eintreffen des rettungswagens.
das blinkende blaulicht schmerzt in meinen augen.
ich spüre wie meine seele meinen körper verlässt.
und ich nehme abschied vom leben.
so lebet wohl.

nur ein leben

nicht sehr alt
noch ein kind
gereist tausende kilometer ohne geld und kleidung
nur die hoffnung treibt sie an
der traum von einem besseren leben in einer anderen welt
sie haben nichts zu verlieren
nur ein leben
was ist schon ein leben


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