damals

nacht so finster lehr und bedeutungslos
leiser lichtschein verleit ihr hemmungslosen schmerz
weit entfernte stimmen zeugen vom leben
doch die stätte des ursprungsbleibt verborgen.
eines tages doch gibt sie sich preis.
mitläufer zeigen sich dem entsetzten,
der sich nicht zu wehren weiß.
die mächtigen sind wehrlos - gegen die übermacht der minderen
zermürbendes entsetzen -frust und gewalt.
die intelligenz wird zur welle,
die an die ufer der gedankenlosigkeit zu schlagen weiß.
keiner zeigt verständnis
doch starrsinn - wie damals - nur lüge.
die lüge zur macht
das unverständnis gebraucht
als messer zum fleisch
nur lüge.

der freund

ein leichter schnee bedeckt die landschaft
der atem wird sichtbar - es ist kalt
die wärme hinter den verschlossenen türen bleibt gefangen
kein gedanke an den da draußen - allein
sein einzig freund versetzt ihn in einen rausch
saugt die letzten mittel zum leben
gedankenlos tag ein tag aus
nur die frage nach dem wohin bestätigt seine existenz
sucht keinen ausweg bleibt allein
spürt die kälte nicht
sein freund hört ihm zu
kann ihn verstehen
bleibt bei ihm
ein leben lang
ein leben lang bis das die letzte nacht
gemeinsam gehen sie den weg
den letzten - den einzig wahren weg
ohne worte - ohne schmerzen - mit einem lächeln schläft er ein
kein gedanke - an den da draußen ganz allein

hoffnung

die zeit heilt sie auch meine wunden
lindert sie auch meinen schmerz
ich vermisse dich
das leben es geht weiter - aber will ich leben
will ich sein auch ohne dich
meine gefühle für dich kann man nicht beschreiben
es gibt kein wort für das was ich für dich empfinde.
wenn ich dir sage es tut mir leid - wirst du mir glauben?
wenn ich dir sage ich sehe meine fehler - wirst du mir glauben?
wenn ich dir sage halt mich fest - wirst du mich umarmen?
und wenn ich dir sage ich liebe dich - wirst du lachen?
die tränen in meinen augen nehmen mir den blick
lassen die wirklichkeit verschwinden.
fern von der realität liege ich in meinen gedanken
in meinen träumen
ein traum voller wünsche
ein traum vom leben
ein traum voller wünsche
ein Traum vom Leben
vom wahren leben - vom schönen leben
ein traum vom leben - mit dir
ich starre in die tiefe deiner augen
ein kaltes blau lächelt mich an
macht mir hoffnung
doch du bist vergeben - keine chance für mich
ich weiß nur eins - ich liebe dich
ss ist gemein und ungerecht
du ignorierst und verspottest (verachtest) mich

auf der suche nach dem warum

ein monotones grau läst seine augen erblinden sein blick ist ziellos.
unbeholfen haftet er an den leeren wänden des kalten raumes.
er ist nicht krank - nur isoliert, fern von der wirklichkeit
er konnte die wahrheit erkennen war der lüge feind.
sein lachen lässt das blut in den adern gefrieren
sein blick ist kalt doch mächtig.
auf der suche nach dem warum von der masse erstickt;
sah und dachte, sah und wuste, sein lohn die ignoranz - allein.
verlassen von dem, der eben noch ein freund
auf der suche nach dem warum die wirklichkeit gefunden
erkannt und gestrandet am meer des bösen
die grausame wahrheit nahm ihm den verstand
sein gesicht entstellt zum lachen.
die arme gebunden in einer jacke,
die ihm die freiheit nahm,
die sonne schien
zum letzten mal sah er das grün der bäume
und auf der wiese - eine blume - ihr rot ihm unvergessen schien
nicht nur die freiheit nahm man ihm auch seinen namen
hört von nun an auf eine nummer - eine folge von zahlen,
eine folge von zahlen, deren aussage verschlüsselt und ihm fremd.
er will raus hier, aus all dem gewollten frust
welcher nötig ist für existenz.
warum nicht leben? Warum nicht suchen?
die zeit ist dagegen
fordert opfer um opfer
dem schrecken des todes abgeschworen.
das heute verloren mit der sicht auf das morgen
an der qual der zeit gescheiterteiner qual die nichts bewirkt
außer dem tod.

narben der seele

man hat sie gern - sie wird geliebt
ihre augen leuchten wie sterne - ihr haar wie gold
in der sonne
sie ist ein kind - rein und unberührt
fern von jedem bösen.
er steht ihr sehr nah - ist ihr vertraut - ein freund
sein blick ist ihr fremd - macht ihr angst - sie ist verstört
mit großen männerhänden packt er den kindeskörper
brutal drückt er seine nackte haut auf ihren leib
sie wehrt sich nicht - schreit nicht nach hilfe
weiß nicht was mit ihr geschieht.
es sind nur sekunden - unvergessen
sie erscheinen wie stunden -ein leben lang
es bleiben narben in der seele
man hat sie gern - sie wird geliebt
ihre augen leuchten wie sterne - ihr haar wie gold
in der sonne
sie ist ein kind - jung und schon verstört
durch bekanntschaft mit dem bösen.
es bleibt geheim - kein mensch verliert ein wort
er steht ihr sehr nah - ist ihr vertraut - ein freund
nur sekunden - gedanken für ewig - zerstörte seele
angst vor jedem mann
man hat sie gern - sie wird geliebt
ihre augen leuchten wie sterne - ihr haar wie gold
in der sonne
sie ist ein kind - jung und schon verstört
durch bekanntschaft mit dem bösen.

aufgegeben

aufgegeben - an die anderen zu denken
aufgegeben - ich las mich nicht mehr lenken
aufgegeben - auf das schicksal zu hoffen
aufgegeben - ich habe mich besoffen
aufgegeben - nach der liebe zu suchen
aufgegeben - vergessen das fluchen
aufgegeben - es hat keinen sinn
aufgegeben - wir sterben dahin
aufgegeben
aufgegeben - es ist alles sinnlos
aufgegeben - ich weiß nicht mehr wohin bloß
aufgegeben
aufgegeben
hab mich aufgehangen - aus verzweiflung meiner wut
hab mich aufgehangen - hielt nur das für gut
ich war feige und gemein - dachte nur an mich
sieh doch endlich ein - denk auch du - an dich
ich habe aufgegeben - aufgegeben - aufgegeben
mein tot war nicht die einzig lösung
ich betrachte mich als ein opfer dieser - gesellschaftszelle


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