seelensuche

aus der sicht der masse
ein mensch er doch ist
sein schritt ist gleich
wo er auch ist
ist nie allein
nur er mit sich
er möchte fliehen vor dem ich
doch er kann ändern seine qual
er steht alleine vor der wahl
ich versteh die welt nicht mehr
nein ich weiß nicht mal wer ich bin.
ich sehne mich nach mir so sehr
doch keiner weiß ob ich es (jetzt) bin.
es ist das leben mit dem ihr spielt
ziellos läuft er durch die welt
ziellos läuft er durch dein leben
keiner fragt ob's ihm gefällt
keiner wird ihm liebe geben
ziellos lauf ich durch die welt
ziellos lauf ich durch dein leben
keiner fragt ob's mir gefällt
keiner wird mir liebe geben

gros(s)tadt

leg deine hand
auf all die kostbarkeiten.
im grau der autos
sehe ich sie.
all die großen gebäude
ihre gelben augen
zwinkern mir zu.
und wird es auch nacht,
sie leuchten wie tausend sonnen.
aus spröder kunst
in grauen farben, wie wir´s gern haben.
aus spröder kunst
in grauen farben, leuchten die sonnen.
aus spröder kunst
in grauen farben, wie wir´s gern haben.

der vogel

am tag danach - die landschaft kahl -
bedeckt von einer haut aus asche.
der sauerstoff wird knapp,
der atem wird schwer
ich ersticke im staub.
doch dann
ein vogel auf einem verbrannten ast,
singt mir seine letzte melodie.
ich kann ihn nicht erkennen
ein schatten auf einem zweig
er fällt vom baum bevor ich geh
bevor sein letzter ton erklingt
doch dann.
man sieht nichts außer staub und asche
ich höre das sanfte schlagen seiner flügel still im sand
doch dann.
ist es still. für ewig schweigt der kleine vogel
gräbt sich nun sein eigen grab
er möchte nie gefunden werden
und sein leichnam ist erstarrt.
seine knochen verbrand im sand
ein vogel und ich den ich nachtigall nannt.

gedankensprünge

die - ja die gedanken - die gedanken sind nicht rein sieh
sieh die gedanken - die gedanken ganz allein.
wir sind gefangen - sind gefangen nicht allein
allein in den träumen und den wünschen vomtot
vom tot unsrer feinde - unsrer feinde an dermacht.
sieh - sieh die gedanken - die gedanken sind nicht rein.
sieh - sieh die gedanken - die gedanken ganz allein.
blut in den träumen - in den träumen der nacht
die nacht sie ist dunkel - dunkel und kalt.
kalt ist die stille - ist die stille meiner angst
sehnsucht nach liebe - nach liebe und schmerz.
schmerz in den augen - in den augen der zeit
tränen der hoffnung endlosigkeit.
die - ja die gedanken - die gedanken sind nicht rein
sieh - sieh die gedanken - die gedanken ganz allein.
feuer in den adern - das feuer meiner wut
schreie der gefühle im gefühlstoten raum.
die - ja die gedanken - die gedanken sind nicht rein
sieh - sieh die gedanken - die gedanken ganz allein.

die rose

sprach die rose
sie sind wilde tiere
eine perle auf der haut
als sie verschwand
im dunkel
kein schrei,
ein funkeln
gelbe blitze sprangen aus seinem auge
und fesselten ihren atem
als er trank
und als er sprach die worte
die rose lügt
die rose liebt
zu träumen wünscht sie dir
von liebe nur mit ihr


impressumpressekontaktgästebuch